EDEKA

Lidl und EDEKA stellen Ihre geplanten Vorhaben in der Stadt Treuenbrietzen vor

Am Abend des 11.09.2019 lud Anja Schmollack (CDU-Stadtverordnete der Stadt Treuenbrietzen) ins CDU Bürgerbüro & Café Orange um über die Pläne von Lidl und EDEKA, die jeweils einen Supermarkt in Treuenbrietzen planen, zu informieren und diskutieren. Unter den zahlreich erschienenen Bürger*innen der Stadt Treuenbrietzen waren neben der CDU auch Stadtverordnete der Fraktionen FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

Hier in sechs Punkten, was wir und andere Bürger*innen kritisch nachgefragt und für euch mitgenommen haben:
  1. Lidl hat eine Verkehrsflussanalyse in Auftrag gegeben, die bestätigt, dass der bisher auftretende Rückstau vom Standort Bahnhofstraße bis zum Kreisverkehr durch einen Lidl-Supermarkt nicht verstärkt werden würde. Die Agentur HOFFMANN-LEICHTER illustrierte einfach aber eindrucksvoll anhand von zwei Computersimulationen den Ist-Zustand und ein Zukunftsszenario mit Lidl-Supermarkt.
  2. Edeka stellte sein Vorhaben an der Schlalacher Str. anhand eines Lageplans zur Grundstücksbebauung (PDF mit freundlicher Genehmigung von Bauer & Partner Dipl.-Ing. Architekten) vor. EDEKA habe dieses Grundstück bereits angekauft. Bei der Planung würde auf Kosten des Investors der Verlauf der Schlalacher Str. so verändert werden, dass durch die Verlegung auf das EDEKA-Grundstück u. a. eine höhere Verkehrssicherheit bei der Einfahrt zu B2 entstünde. Die drei mehr als einhundert Jahre alten Eichen sollen dabei stehen bleiben.
  3. Obwohl Netto-Discount und die für Brandenburg zuständige EDEKA Minden-Hannover beides Töchter des EDEKA-Mutterkonzerns sind, stünden sie in Konkurrenz und es gäbe keine Gespräche, dass ein möglicher EDEKA-Supermarkt einen der beiden bestehenden Netto-Discount-Märkte ersetzen könnte. (Schade, weil nicht wirklich nachhaltig vor dem Hintergrund, dass die Pacht für den Netto-Markt an der Berliner Str. in den nächsten Jahren auslaufen soll und eine Verlängerung unklar ist.)
  4. EDEKA und Lidl sind seit mindestens zwei Jahren auf der Suche nach einem geeigneten Standort in Treuenbrietzen. Die Lidl-Vertreterin monierte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung als langwierig und verbesserungswürdig, zeigte sich bei dem geplanten Vorhaben jedoch weiterhin offen, kooperations- und kompromissbereit.
  5. Beide Supermärkte decken die Versorgungslücke in der Treuenbrietzener Innenstadt leider nicht ab (siehe Folie 55 in der Präsentation der Agentur Junker + Kruse vom 04.09.2019). Hinsichtlich unserer GRÜNEN-Vorschläge eines Lieferservice oder einem Shuttle-Angebot für mobilitäseingeschränkte Bewohner*innen der Stadt Treuenbrietzen und ihrer Ortsteile konnte keiner der beiden Anbieter definitive Zusagen machen.
  6. Erst wenn das Einzelhandelskonzept Ende diesen Jahres von der Stadtverordnetenversammlung (SVV) beschlossen wird und die dazugehörigen Bebauungspläne von der SVV ebenfalls beschlossen sind, können die Bauanträge gestellt werden. Ob in einem oder beiden Märkten im nächsten Jahr schon geshoppt werden kann, ist fraglich.

 

Nochmals vielen Dank an EDEKA und Lidl für ihre Vorstellungen sowie die CDU und Anja Schmollack für ihr Engagement in dieser Hinsicht!


Die beiden Supermärkte hier nochmal im Fakten-Vergleich

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